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Fahndungen

Heimtückische Tat - Öl auf Fahrbahnen verschüttet

(XY vom 24. August 2011)
Palmsonntag 2011 - eine Woche vor Ostern. Ein 37 Jahre alter Motorradfan will das schöne Wetter nutzen. Der aus Rettenbach im Allgäu stammende Familienvater startet eine Spritztour mit seiner Honda CBR. Nach einer Stunde ist er bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Doch dort kommt er nicht an.

Der Mann beginnt seine Spritztour am späten Nachmittag des 17. April 2011. Auf seiner Fahrt durch das Unterallgäu gerät er plötzlich zwischen Ottobeuren und Markt Rettenbach auf eine Ölspur. Der Mann verliert die Kontrolle über seine Maschine und rutscht ungebremst in ein entgegenkommendes Auto. Der Motorradfahrer ist  so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle stirbt. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, elf und fünf Jahre alt.

Öl absichtlich verschüttet
Bei der Unfallaufnahme macht die Polizei eine schockierende Entdeckung: Das Öl auf der Fahrbahn ist offenkundig absichtlich verschüttet worden. Denn neben der Öllache findet die Polizei Scherben einer Weinflasche. Die kriminaltechnische Untersuchung bestätigt den Verdacht: Das Öl war in der Flasche. Ein Missgeschick schließt die Polizei aus, denn identische Ölflecken werden an neun weiteren Straßenabschnitten im Allgäu gefunden.

Die Kripo, die jetzt wegen Mordes ermittelt, findet heraus: Es handelt sich um gebrauchtes Motorenöl von Benzinfahrzeugen. Auch die Wein- und Sektflaschen geben kaum Hinweise auf den Täter. Sie stammen aus einer Kellerei in Baden-Württemberg und werden über Supermarkt-Ketten vertrieben.

Wo liegt das Motiv?
Auf wen hatte es der Täter abgesehen? Die Polizei ist sicher: Das Opfer war nicht gezielt ausgewählt worden. Doch möglicherweise hatte der Täter einen generellen Hass auf Motorradfahrer. Nicht ausgeschlossen, dass der Täter erneut zuschlägt.

Fragen nach Zeugen:
Wer war am 17.April 2011, eine Woche vor Ostern, im Allgäu unterwegs und hat Beobachtungen gemacht, die möglicherweise mit der Tat zusammenhängen.

Belohnung: Für Hinweise die zur Aufklärung der Tat führen, sind mehrere Belohnungen von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Memmingen, Telefon 08331 / 10 00