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Fahndungen

Mit Sprengstoff ans Geld - Räuber lässt Geldautomaten detonieren

(XY vom 25. Juli 2012)
Geldbeschaffung auf die destruktive Art. Seit 2007 sprengt ein Mann in Nordrhein-Westfalen Automaten, um an Geld zu kommen. Inzwischen hat die Kripo Fotos aus Überwachungskameras, die zeigen wie der Täter zu Werke geht.

Geborstene Scheiben, zerstörte Gebäude, detonierte Geldautomaten - ein Mann hinterlässt wahre Trümmerfelder. Seit 2007 sprengt er immer wieder Geldautomaten, um an den Inhalt heranzukommen. Meist hat er Erfolg, in einigen Fällen ist das Geld aber mit den Automaten unbrauchbar geworden.

Suche in den Trümmern
Überwachungskameras haben festgehalten, wie der Mann vorgeht: Zuerst kundschaftet er die Automaten aus, schaut sie sich genau an. Er holt das benötigte Material herein, deponiert seinen Sprengstoff an die günstigsten Stellen und sprüht eine Art Lunte auf den Boden vom Automaten weg. Kurz darauf sieht man, wie eine Flamme sich entlang der Lunte ihren Weg zum Automaten bahnt und schließlich den Sprengstoff zündet. In den Trümmern sucht der Täter dann nach den Geldbehältern und nimmt sie mit.

Täterbeschreibung:
dunkles kurzes Haar, korpulent, muskulöser Rücken, breite Schultern, kräftige Oberarme, die Beine eher dünn, stammt vermutlich aus dem Raum Siegen. Bei einigen Taten trug er  eine auffällige karierte Jacke und eine Halloween-Maske.
Meistens war er folgendermaßen gekleidet: dunkle Sturmhaube, graues Kapuzenshirt mit Bauchtasche, gelbe Gummihandschuhe, Tarnfleckenhose und schwarze bzw. graubraune Schuhe von Adidas.

Tatmittel:
-  grauer Akkubohrer, Marke "Duro“, von Aldi-Nord; 
-  Spraydose mit Bremsenreiniger, Marke "Cartechnik".

Tatfahrzeug:
größerer silberfarbener Audi Avant, Typ 100 oder A6.

Zuständig:  Kripo Siegen, Telefon 0271 / 70 990